Der Weg, eine Sprache zu lernen

Der Weg, eine Sprache zu lernen

Ich habe zu meiner ersten Blogparade aufgerufen und daher möchte auch ich dir zeigen, wie ich selbst eine Sprache lerne. Ein persönlicher Einblick in mein Lernverhalten.

Für mich bedeuten Sprachen immer neue Türen zu neuen Welten öffnen.

Und genau das macht es für mich aus.

Lernen bedeutet Zeit investieren, aber gleichzeitig auch Spaß dabei haben. Ich habe eine Leidenschaft entdeckt und möchte diese in meinem Leben nie mehr missen.

Durch diese Blogparade möchte ich dir zeigen, wie unterschiedlich Menschen lernen. Hier hast du meine Erfahrungen und meine Antworten auf die Fragen der Blogparade:

Welche Sprache lerne ich?

Eine einzige Sprache zu lernen würde für mich gar nicht in Frage kommen.

Warum?

Ganz einfach: Ich könnte mich nicht entscheiden! Sprachen sind eine Leidenschaft von mir und werden es auch immer bleiben. Ich bin zu neugierig und möchte einfach zu viel wissen. Ich will die Welt aus einem anderen Blickwinkel sehen, neue Leute kennen lernen und mich nicht als der typische deutsche Tourist im Urlaub oder auf Reisen anstarren lassen.

Die beiden Sprachen, die ich studiere und die ich gleichzeitig mit zu meinem Beruf machen möchte, sind Französisch und Italienisch. Zusätzlich lerne ich noch Schwedisch und Portugiesisch und kann mich auch in Spanisch ein bisschen verständigen! Außerdem spreche ich Englisch.

Für mich bedeutet eine Sprache nicht der Zwang etwas zu tun, sondern eher die Lust an der Sprache selbst.

Mir ist es egal, ob es mir beruflich gesehen etwas bringt oder nicht, solange es mir Spaß macht. Um ehrlich zu sein glaube ich, dass die Chancen bei Schwedisch nicht so gut stehen, dass ich die Sprache irgendwann mal beruflich brauchen werde, aber was soll’s! Mir macht sie Spaß und ich lerne sie gerne. Also warum nicht?!

Wie viel Zeit nehme ich mir zum Lernen?

Das ist ganz unterschiedlich, denn ich habe nicht jeden Tag genau gleich viel Zeit. Das Wichtigste für mich ist, dass ich mich jeden Tag zumindest ein paar Minuten mit meinen Lernsprachen beschäftige.

Ich mache jeden Tag meine Vokabeln und lese ein paar Seiten in einem Buch oder einen Zeitungsartikel. In Französisch habe ich mir zum Beispiel eine französische Zeitschrift abonniert, die ich regelrecht verschlinge, wenn sie im Briefkasten landet. Aber auch im Internet lassen sich viele fremdsprachige Texte finden, sodass auch du immer die Chance hast, etwas zu lesen.

Im Grunde kann ich dir nicht genau sagen, wie viel Zeit ich in das Lernen investiere, denn ich sitze selten mit einer Stoppuhr daneben. Ich lerne, wenn ich Lust darauf habe und mich fit fühle. Aber ich finde es auch nicht schlimm, wenn ich einen Tag mal krank bin und nur auf der Couch liege (dann schaue ich vielleicht einen Film im Original an).

Für mich gilt: Lernen soll Spaß machen und kein Muss oder Zwang sein!

Und das sollte auch für dich gelten.

Was lerne ich genau?

Natürlich müssen Vokabeln auswendig gelernt werden und daran führt leider kein Weg vorbei. Aber selbst hier gibt es viele Möglichkeiten. Ich selbst lerne sie mit dem Babbel Wiederholmanager.

Aber auch Grammatik muss verstanden und geübt werden. In erster Linie ist es nicht wichtig, was du genau lernst, sondern was dir Spaß macht und vor allem aber, dass du dich im nächsten Urlaub verständigen kannst.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich am meisten lerne, wenn ich mit Muttersprachlern rede und einfach Spaß habe.

Spaß am Sprechen, Spaß an der Sprache.

Eine Freundin von mir ist Italienerin und kommt aus der Nähe von Rom. Wir haben jeden Tag Kontakt – sowohl auf Deutsch als auch auf Italienisch – und skypen 1x die Woche, damit wir einfach miteinander sprechen können. Ich glaube, dass ich in so einem Gespräch mehr lerne als das, was ich in der gleichen Zeit in einem Sprachkurs lernen würde.

Mein Tipp: Such dir einen Sprachpartner und redet, schreibt Briefe, telefoniert oder trefft euch zum Kaffeetrinken. Lebe die Sprache mit echten Leuten und nicht mit deinem Lehrbuch. Eine Suchanzeige kannst du im Forum aufgeben!

Wie organisierst du dein Lernen?

Am leichtesten fällt es mir mit Hilfe eines Lernplans, in dem genau steht, was ich die ganze Woche zu lernen habe. Jeden Sonntagabend nehme ich mir eine Stunde Zeit und mache mir Gedanken, an welchen Tagen ich wie viel Zeit habe und was ich wann am besten lernen kann.

Aber auch Skypetermine – wie die mit meiner italienischen Freundin – kommen auch in den Plan. So habe ich alles auf einen Blick und kann wegstreichen, was ich erledigt habe! Und das Wegstreichen motiviert zusätzlich!

Wie du einen Lernplan erstellst, findest du hier! Wenn du mehr über die Lernorganisation wissen möchtest, schau mal hier vorbei!

Was macht eine Sprache so besonders für mich?

Sprachen öffnen Türen und helfen mir, mit jeder Sprache ein Stück weiter über den Tellerrand zu sehen.

Durch die Sprachen, die ich lerne, habe ich viele tolle Leute kennen gelernt, mit denen tolle Freundschaften entstanden sind.

Und auch auf Reisen entdecke ich das Leben abseits der Touristenpfade!

Durch die Sprachen sind neue Träume entstanden, die gelebt werden möchten.

Außerdem steckt in mir eine kleine Sprachwissenschaftlerin, denn die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten verschiedener Sprachen sind verblüffend. Eine Sprache lebt von den Menschen, die sie sprechen, aber genauso von den Dialekten, die sich entwickelt haben.

Sprachen sind besonders für mich, weil sie mich glücklich machen und ich mich im Lernen einer Sprache vergesse. Ich fühle mich gut und freue mich auf die neuen Erfahrungen, die ich machen darf.

Durch die Sprachen, die ich lerne, bin ich die Person geworden, die ich heute bin.

***

Das war mein Beitrag zur Blogparade. Hat er dir gefallen?

Schreib doch einen Kommentar und lass hören, was du denkst. Oder nimm am besten selbst an der Blogparade teil! (Hier geht es zur Blogparade!) Ich freue mich auf deinen Beitrag!

©Titelbild: Pixabay.com (bearbeitet)

8 Gedanken zu “Der Weg, eine Sprache zu lernen

  1. Hallo Lena !
    “ Ich bin zu neugierig und möchte einfach zu viel wissen. “ ( eine negative Ausdruck ?)
    oder
    Ich bin neugierig und möchte einfach viel wissen.
    Ich habe ein bisschen Problem mit „zu“ gehabt.
    Könntest Du mir es bitte erklären ? Danke im Voraus.

    • Hallo Hulusi,

      besser ist „Ich bin neugierig und möchte einfach viel wissen“ oder auch „Ich bin neugierig und möchte daher viel wissen“.
      Es gibt eine Community, in der du genau solche Fragen stellen kannst: Sprachenlust Community

      Liebe Grüße,
      Lena

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  3. Hallo Lena,

    ein toller Artikel… 🙂

    Nutzt du auch das Karteikarten-System, um Vokabeln zu lernen oder benutzt du ’nur‘ Babbel dafür? Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Karteikarten gemacht und kann es dir nur empfehlen.

    Viele Grüße aus Hamburg,
    Timo

    • Hallo Timo,

      vielen Dank! Ich nutze Babbel und seit einiger Zeit auch Phase6, was nach dem Prinzip von Karteikarten arbeitet. Außerdem finde ich Memrise eine gute Alternative!

      Liebe Grüße,
      Lena

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