Lernplan

Ein Lernplan ist ein Plan, der dir helfen soll dein Lernpensum richtig zu organisieren.

Du schreibst deinen Plan für dich selbst und somit entscheidest auch du, was du wann lernen möchtest. Doch das bedeutet auch, dass nur du für deinen Lernplan verantwortlich bist.

So erstellst du deinen Lernplan in 5 Schritten

1) Setze deine Lernzeiten fest!  

Schreibe dir zuerst auf, an welchem Tag du wie viel Zeit hast. Denn das ist die Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Lernplan.

Bist du am Dienstag beispielsweise bis 18 Uhr im Büro und musst danach noch einkaufen gehen, Essen kochen und den Haushalt machen, bleibt nicht viel Zeit übrig, um andere Dinge zu erledigen. Geschweige denn eine Sprache zu lernen.

2) Setze dein Zeitlimit fest!    

Überlege dir, wie wichtig dir das Lernen ist und lege Zeiten fest.

Gibst du dem Lernen eine sehr hohe Priorität, wirst du automatisch eher bereit sein, mehr Zeit zu investieren, als wenn der Fernseher oder der neue Roman wichtiger sind.

Doch sei dir im Klaren, dass du nicht jeden Tag gleich viel Zeit hast und du somit dich noch besser organisieren musst. Doch auch das ist kein Problem!

Durch unterschiedliche Zeiten, die dir zu Verfügung stehen, kannst du deinen Lernplan individuell an dein Leben anpassen. Das bedeutet, dass du kurze Einheiten machst, wenn du nicht so viel Zeit hast, und lange Einheiten, wenn du etwas mehr Zeit hast. Kurz und lang kannst du auch mit „nicht aufwendig“ und „aufwendig“ ersetzen.

3) Setze deinen Aufwand fest!

Das ist eine wichtige Frage und deine Antwort ist umso wichtiger.

Prinzipiell gilt: Jeden Tag ein bisschen ist besser als zwei Mal die Woche 5 Stunden.

Selbst wenn du an einem Tag keine Zeit hast zum Lernen, gibt es so viele Möglichkeiten, wie du doch lernen kannst:

Lerne im Zug oder im Bus ein paar Vokabeln oder lies einen Text in deiner Lernsprache. Fährst du mit dem Auto kannst du auch ein Hörbuch oder einen Podcast hören. Es gibt so viele Möglichkeiten und die einzige Aufgabe, die du hast, ist folgende: Sei kreativ und finde die Möglichkeiten, die in deinen Alltag passen.

Mein Tipp: Wiederhole jeden Tag mindestens ein paar Vokabeln und lies einen Text. Das dauert nicht lange und du wirst mit der Zeit merken, wie viel es dir bringt.

4) Schreibe einen Plan!  

Jetzt ist der Punkt, an dem du all die Aufgaben mit den Erkenntnissen aus der vorigen Schritten in deinen Lernplan schreibst.

Du kannst deinen Plan für einen Tag, eine Woche oder auch einen Monat schreiben. Ich empfehle immer einen Lernplan für eine Woche.

Mein Tipp:

Lege dir Zeiten fest!
Schreibe die Aufgabe so detailliert wie möglich!

Falsch:            30 Minuten Französisch lernen
Richtig:          Text „Le petit chien“ lesen, 25 Vokabeln auf Seite 54 lernen

Ob du den Plan per Hand schreibst oder mit dem Computer ist erstmal egal. Ich empfehle immer, den Plan zum Beispiel an den Kühlschrank oder über den Schreibtisch zu hängen. Streiche erledigte Dinge durch, denn so hast du ein kleines Erfolgserlebnis und die Motivation steigt von Tag zu Tag.

5) Probiere dich und deinen Lernplan aus und passe ihn an!

Nicht alles, was du in der Theorie festlegst, kann auch in der Praxis bestehen. Deshalb gilt es den Plan auszuprobieren.

Kommst du mit dem Pensum pro Tag zurecht? Ist die Zeit, die du für die einzelnen Aufgaben eingeplant hast, ausreichend oder benötigst du mehr? Was kannst du noch optimieren?

Am Anfang kannst du die Zeit für die einzelnen Aufgaben auch stoppen. Somit bekommst du ein besseres Gefühl für dich und dein Lernen und kannst deinen Plan genau an dich anpassen.

Wichtig ist, dass du dir keine Vorwürfe machst, wenn etwas von Anfang an nicht funktioniert hat. Dafür probierst du dich aus und arbeitest stetig an deinem Plan, um ihn zu perfektionieren.

Du und auch dein Lernverhalten verändern sich von Woche zu Woche. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass dein Lernplan auch ab und zu kleine Veränderungen benötigt um optimal für dich funktionieren zu können.

Hierzu gehört auch, dass manche Inhalte für dich relevanter sind als andere. Oder du zum Beispiel Vokabeln sehr schnell lernen kannst, aber bei Grammatikthemen etwas länger brauchst. Finde solche Besonderheiten heraus und reagiere darauf.

Es ist völlig normal, nicht für alle Bereiche einer Sprache genau gleich viel Zeit zu brauchen.

Denke immer daran: Du bist der, der entscheidet, was du wann lernst.

Was du beim Erstellen deines Lernplans beachten solltest

  • Du hast nicht jeden Tag genau gleich viel Zeit.
  • Immer das gleiche zu lernen ist auf Dauer langweilig. Bringe Abwechslung in dein Lernen.
  • Sei kreativ und probiere auch neue Lernmethoden aus.
  • Unterfordere dich nicht, aber überfordere dich auch nicht.
  • Du hast gute und schlechte Tage. Akzeptiere es, wenn es mal ein schlechter Tag ist.
  • Plane nicht zu viel in deinen Lernplan ein.
  • Schreibe deinen Plan so, dass du ihn verstehst.
  • Setze dir Ziele bevor du deinen Lernplan schreibst. So weißt du genau, was du lernen solltest, um deine Ziele zu erreichen.
  • Plane nur Arbeitsmaterialien mit ein, mit denen du auch gerne arbeitest.
  • Plane dein Lernen für die Zeiten ein, in denen du auch am besten lernen kannst. Für viele Menschen ist das früh, für andere wiederum abends.

Du brauchst noch Hilfe?

Dann schreib mir eine Nachricht an info@lernplan.com!

Vorlagen für dich

Vorlage Tageslernplan

Vorlage Wochenlernplan

Folge mir auf Facebook!schliessen
oeffnen