Lernorganisation

Lernorganisation ist im Grunde dein Lernen. Aber vor allem geht es darum, wann und wie du lernst.

Genauso wie beim Lernplan auch bist du für deine Lernorganisation selbst verantwortlich und du entscheidest, wie du dein Lernen organisierst.

So organisierst du dein Lernen richtig

Setze dir Ziele!

Wenn du lernst, ohne wirklich zu wissen wofür, wirst du schnell die Lust daran verlieren. Du hast keine Motivation mehr und siehst keinen Sinn dahinter.

Doch du allein hast alles in der Hand! Setze dir Ziele – kleine und große – und erinnere dich täglich daran!

Ein gutes Beispiel sind hier Sprachen: Nehmen wir mal an, du fährst nach Italien in den Urlaub und möchtest auch abseits der Touristenpfade das Land kennen lernen.

Wie du weißt, geht das mit Italienischkenntnissen am besten! Nun ist dein Ziel folgendes:

Kleines Ziel: Ich möchte mich im Urlaub auf Italienisch verständigen können.

Großes Ziel:  Ich möchte Italienisch fließend sprechen können.

An dein (kleines) Ziel kannst du dich zum Beispiel mit einer Postkarte am Kühlschrank oder einer kleinen Vespa, die auf deinem Schreibtisch steht, jeden Tag erinnern.

Wichtig ist, dass du dir dein Ziel immer wieder vor Augen führst.

Aber pass auf: Auch Ziele können sich verändern! Überdenke alle paar Wochen deine Ziele und passe sie dementsprechend deinen Vorstellungen wieder an.

Lerne nur dann, wenn du dich auch fit fühlst!

Auch du hast gute und schlechte Tage. An guten Tagen lernst du eben so viel, wie du dir vorgenommen hast. Und an schlechten Tagen wird es eben etwas weniger. Das ist gar nicht schlimm!

Lerne nur dann, wenn du dich dazu in der Lage fühlst und fit bist. Es hat keinen Sinn, wenn du Kopfschmerzen hast oder schon den ganzen Tag mit Grippe im Bett liegst. Ich verspreche dir, dass du dich so nicht konzentrieren kannst und so gut wie gar nichts im Kopf bleibt.

An solchen Tagen kannst du dich besser auf die Couch legen und zum Beispiel einen Film in deiner Lernsprache anschauen. Oder du liest ein Buch. Denn auch so lernst du – ohne das Gefühl zu lernen!

Lerne zu Zeiten, die dir gut tun!

Es gibt drei Arten von Menschen:

            Art 1:              die Morgenslerner

            Art 2:              die Tageslerner

            Art 3:              die Abends- / Nachtslerner

Zu welcher Art gehörst du?

Die meisten lernen am liebsten morgens, weil sie sich zu der Zeit am besten konzentrieren können. Das bedeutet aber nicht, dass auch du ein Morgenslerner bist.

Ich selbst kann morgens überhaupt nicht lernen und lerne daher oft am Abend.

Wenn du nicht weißt, welcher Typ Lerner du bist, probiere dich einfach aus. Lerne mal morgens, mal tagsüber und mal abends und achte darauf, was dir gut tut.

Wann kannst du dich am besten konzentrieren? Wann fühlst du dich fit (und nicht müde)?

Setze dir Prioritäten!

Du arbeitest schon unterbewusst nach Prioritäten, die dein Kopf alleine setzt. Oft sind diese Prioritäten leider nicht ganz sinnvoll.

Daher solltest du dir von Anfang an überlegen, welche Aufgaben wichtig sind und welche eher unwichtig sind. So kannst du deinen Tag besser strukturieren und du wirst merken, dass du deine Zeit auch viel besser nutzen kannst.

Gib deinem Lernen eine hohe Priorität und versuche diese auch einzuhalten. Denn nur so nimmst du dir die Zeit dafür und wirst jeden Tag etwas lernen.

Macht dir das Lernen Spaß, wird es dir keine Probleme bereiten. Wenn dir das Lernen keinen Spaß macht, solltest du dich fragen warum.

Wenn du nun deine Aufgaben in Prioritäten eingeteilt hast, fange immer mit der wichtigsten an. So gehst du sicher, dass du alles erledigt hast, was du erledigen musstest.

Lerne nur mit Materialien, mit denen du gerne arbeitest!

Kochst du gerne, wenn dein Messer stumpf ist?

oder

Arbeitest du gerne mit deinem Laptop, wenn er andauernd abstürzt?

Nein! Genau so ist das auch mit deinen Lernmaterialien.

Du lernst nur mit Büchern, PC-Programmen und CDs gerne, wenn du sie magst. Das bedeutet auch, dass nicht jedes Buch oder jedes PC-Programm für dich gemacht ist. Finde selbst heraus, mit was du gerne lernst.

Nimm dir Zeit dafür.

Gehe in die Buchhandlung und fasse das Buch an. Lies quer und überlege dir, ob dir die Aufmachung gefällt. Erst wenn du einen positiven Eindruck hast, solltest du das Buch dann auch wirklich kaufen.

Gestalte deinen Lernort!

Natürlich solltest du so gut es geht dein Lernen in deinen Alltag einbauen, aber auch du brauchst einen Lernort, der auf dich zugeschnitten ist.

Für die meisten Menschen ist der Schreibtisch der Lernort, an dem die meiste Zeit verbracht wird. Jedoch wird so ein Lernort nur dann genutzt, wenn er auch aufgeräumt ist und alles an seinem Platz liegt.

Halte Ordnung und halte alles griffbereit, was du brauchst. Das heißt: Stifte, Textmarker, ein Schreibblock und deine Lernmaterialien sollten griffbereit liegen!

Auch eine Uhr und etwas zu trinken ist von Vorteil für deinen Lernprozess.

Erstelle dir einen Lernplan!

Ein Lernplan kann dir am besten helfen, alles zu organisieren und genau zu strukturieren.

Außerdem wirst du nie mehr an deinem Schreibtisch sitzen und nicht wissen, womit du anfangen sollst.

Wie du deinen Lernplan erstellst, findest du hier: Lernplan.

Belohne dich!

Auch der beste Lerner braucht ab und zu eine kleine Belohnung.

Hast du ein Ziel erreicht, was du dir zuvor gesetzt hast, feiere das. Sei stolz auf dich und belohne dich.

Gehe zum Beispiel in die nächste Buchhandlung und kaufe dir ein schönes Buch oder gönn dir einen schönen Abend in deinem Lieblingsrestaurant.

Nur wer sich belohnt, wird danach noch motivierter weiterlernen.

„Am einfachsten lernt der, der gerne lernt.“

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