Wie du durch eine gute Fehlerkultur lernen kannst

Wie du durch eine gute Fehlerkultur lernen kannst

Dieser Beitrag wurde unterstützt von Haufe.

Um eine Fremdsprache wirklich zu lernen, musst du Fehler machen. Und damit meine ich keine Fehler wie beispielsweise den falschen Artikel zu verwenden. Fehler können viel tiefgründiger sein und sich nicht nur in deinem Lernen, sondern auch in dir selbst und deiner Vorgehensweise beim Lernen befinden. Doch gerade so eine Fehlerkultur ist nützlich, um voran zu kommen. Zudem können dich Bücher von Haufe dabei unterstützen und dir zeigen, wie du das Beste aus dir herausholen kannst.

Doch zuerst solltest du eine Vorstellung von einem “Fehler” haben. Also:

Was ist ein Fehler?

Im Grunde ist ein Fehler etwas, was du falsch gemacht hast.

Ein Fehler beim Erlernen einer Fremdsprache kann ganz banal sein. Du kannst beispielsweise den falschen Artikel verwenden, das Wort mit nur einem R (anstatt mit zwei) schreiben oder das Verb in die falsche Form setzen. Doch bei solchen Fehlern kannst du schnell dagegen wirken, ohne dass es große Hilfe bedarf. Denn du suchst einfach die richtige Lösung, lernst sie und versuchst beim nächsten Mal nicht wieder den gleichen Fehler zu machen.

Andere Fehler dagegen sind schwerwiegender und können sich noch lange negativ auf deinen Lernprozess auswirken, wenn du nicht dagegen steuerst.

Lernen in einer Fehlerkultur

Unter einer Fehlerkultur versteht man im Grunde die Art und Weise wie Gesellschaften mit Fehlern, deren Risiken oder deren Folgen umgehen. Für dich als Lerner heißt das konkret, dass du nur etwas an deinem Lernverhalten ändern kannst, wenn du die Fehler auch erkennst.

Doch welche Fehler werden häufig von Lernern gemacht?

#1 Du lernst am falschen Ort.

Am falschen Ort zu lernen kann dich noch mehr Zeit kosten als du eigentlich zum Lernen benötigst. Der falsche Ort kann beispielsweise zu laut, zu unordentlich oder zu dunkel sein. Aber auch andere Aspekte können dich stören und dich somit am Lernen hindern.

Damit du jedoch den falschen Lernort erkennen kannst, musst du dort gelernt haben. Versuche also beim nächsten Lernen deinen Lernplatz genau unter die Lupe zu nehmen: Kannst du in Ruhe lernen oder stört dich etwas?

Falls du dann etwas findest, was nicht optimal für dich und dein Lernen ist, versuche es zu ändern. Denn nur so kannst du in Zukunft auch die Lernfortschritte machen, die du dir wünschst.

#2 Du lernst zu den falschen Uhrzeiten.

Neben dem falschen Ort gibt es natürlich auch die falschen Uhrzeiten, die deinen Lernerfolg ausbremsen können. Oft wird von den beiden Lerntypen “Eule” und “Lerche” gesprochen, bei denen es im Grund darum geht, ob du ein Morgen- oder ein Abendlerner bist. Versuche für einige Zeit zu verschiedenen Tageszeiten zu lernen und finde so heraus, wann für dich die richtige Uhrzeit ist.

#3 Du findest keine Zeit zum Lernen.

Ein anderes Problem in unserer Gesellschaft ist, dass oft keine Zeit gefunden wird. Wir müssen von einem Termin zum nächsten hetzen, zwischendrin noch einkaufen gehen und die Kinder von der Schule abholen. Zeit für dich bleibt da wenig und wenn du diese dann doch mal zur Verfügung hast, willst du sie bestimmt nicht mit dem Erlernen einer Fremdsprache verbringen. Doch du bist für deine Zeit verantwortlich und du entscheidest selbst, wie du sie nutzen möchtest.

Überlege dir also, welche Aufgaben du abgeben, welche du zusammenlegen und welche du einfach streichen kannst, weil sie im Grunde nicht notwendig sind. Anschließend beginne mit 30 Minuten pro Tag, die du dir zum Lernen frei hältst und sozusagen einen Termin mit dir selbst vereinbarst. Wenn diese 30 Minuten ohne Probleme funktionieren, kannst du versuchen, dir eine Stunde pro Tag zu nehmen, um in deinem Lernprozess einen Schritt nach vorne zu kommen.

Lese-Tipp aus dem Haufe Shop: “Zeitmangagement” von Jörg Knoblauch und Holger Wöltje

#4 Du lernst mit den falschen Methoden.

Lernmethoden sind das A und O beim Sprachenlernen, denn nur wenn du mit den richtigen lernst, kannst du auch Fortschritte machen. Leider wissen die meisten Lerner nicht, zu welchem Lerntyp sie zählen und somit auch nicht welche Methoden die passenden für sie sind.

Um herauszufinden, welche Lerntechnik für dich die richtige ist, solltest du verschiedene ausprobieren und darauf achten, ob du eher auditiv oder beispielsweise visuell lernst. Zudem kann dir auch ein Lerntypen-Test dabei helfen.

Lese-Tipp aus dem Haufe Shop: “Mind Mapping” von Horst Müller

#5 Du lernst ohne Motivation.

Wenn du nicht motiviert bist, wirst du dir keine Zeit zum Lernen nehmen. Zwangsläufig wirst du auch keine Fortschritte machen, was wiederum dazu führst, dass du unmotiviert bist. Genau diese Aneinanderreihung von Fehlern kann schnell zu einem Teufelskreis werden.

Um hier dagegen zu wirken und die Motivation nicht zu verlieren, solltest du immer im Hinterkopf behalten, warum du überhaupt lernen möchtest. Formuliere hierfür deine Ziel genau aus und hänge sie am besten so an deinen Schreibtisch, dass du sie immer im Blick hast. Mit der Zeit wirst du merken, dass du noch leichter lernen wirst, wenn du motiviert bist, Ziele erreicht und die Erfolge gefeiert hast.

Lese-Tipp aus dem Haufe Shop: “Selbstmanagement” von Klaus Bischof und Anita Bischof

#6 Du setzt keine Prioritäten.

“Eat the frog” lautet hier die Devise. Denn wenn du die schrecklichste oder die am aufwendigste Aufgabe bereits zu Beginn erledigt hast, kannst du schon einen Erfolg am Tag feiern. Zudem helfen dir Prioritäten deinen Tag besser zu planen und deine Zeit besser zu nutzen.

Um deine Prioritäten zu setzen, kannst du bereits den Vorabend oder die ersten paar Minuten deines Tages nutzen. Wie du es handhaben möchtest, ist dir überlassen. Doch mit Prioritäten wirst du nicht mehr überlegen müssen, was du als nächstes lernen solltest, sondern kannst direkt und ohne nachzudenken anfangen.

Lese-Tipp aus dem Haufe Shop: “Richtig priorisieren” Hailka Proske und Johannes Friedrich Reichert

#7 Du machst keine Pausen.

Pausen sind wichtig, um neue Kraft zu tanken und anschließend motiviert weiterzulernen. Doch oft setzen Lerner Pausen mit verlorener Zeit gleich, denn in den fünf Minuten könntest du auch zehn Vokabeln wiederholen. Doch wenn du keine Pausen machst, wirst du nach kurzer Zeit so müde sein, dass du aufhörst zu lernen. Deine Motivation wird in den Keller rutschen und du hast keine Freude mehr am Lernen.

Deswegen achte auf deine Pausen und mache sie regelmäßig. Du kannst hierfür einen Timer benutzen, der dich regelmäßig darin erinnert, mal kurz durchzuschnaufen und deinen Lernplatz zu verlassen.

Lese-Tipp aus dem Haufe Shop: “Pausen machen munter” von Julia Scharnhorst

Es gibt viele Fehler, die in unserer Gesellschaft weit verbreitet sind. Doch nur wenn du sie als Lerner erkennst und sie zu nutzen weißt, kannst du etwas ändern und deine Lernerfolge auf das nächste Level heben. Im Haufe Shop wirst du zudem mit Sicherheit fündig, wenn du Bücher zu Themen wie “Zeitmangagement”, “Stressfrei lernen” oder “Prioritäten setzen” suchst.

Welchen Fehler machst du häufig beim Lernen?

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Disclaimer: Dieser Beitrag wurde unterstützt von Haufe. Meine Meinung ist meine Meinung. Punkt.

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