Die einfache Formel, um auch beim Kochen zu lernen

Die einfache Formel, um auch beim Kochen zu lernen

Spaghetti Bolognese, Hamburger, Coq au vin: Kochen gehört bei vielen zum Alltag einfach dazu. Doch ab sofort kannst du deine Zeit in der Küche auch mit dem Lernen verbinden.

Kochen gehört bei mir zu meinem Leben. Und bei dir?

Selbst wenn ich nicht mehr in meinem gelernten Beruf arbeite, kann ich es heute noch mit meinem Lernen verbinden. Durch die Sprachen, die Kulturen und das Lernen koche ich anders. Ich esse anders und vor allem genieße ich anders.

Und das kannst du auch!

Du weißt nicht, was ich mein? Dann habe ich einen kleinen Test für dich!

Beantworte folgende Frage ohne darüber nachzudenken:

Was kommt dir in den Kopf, wenn du an Italien denkst?

Vermutlich Pizza, Pasta und das Dolce Vita.

Klar gehören Pizza und Pasta nach Italien und auch die meisten – egal ob sie Italienisch lernen oder nicht – werden als erstes daran gedacht haben.

Und genau das ist es, was zählt: Die Küche.

Wenn du eine Sprache lernst, wirst du immer in Kontakt mit den Menschen, mit den Landschaften und vor allem in Kontakt mit den Traditionen eines Landes kommen. Und Traditionen hängen unter anderem mit den Essgewohnheiten der Einheimischen zusammen.

Wer schon einmal bei einer italienischen Nonna (Oma) zum Essen war, wird wissen, was ich meine. Es gehört einfach dazu.

Wie die Butter unters Nutella.

Aber nicht nur in dem Land deiner Lernsprache selbst kannst du die Küche kennen lernen, sondern auch in deiner eigenen Küche kannst du das Land und somit deine Lernsprache kennen lernen.

So lernst du durch Kochen eine Sprache

Zuerst einmal solltest du dir ein Rezept heraussuchen, das du kochen möchtest. Du kannst ein Kochbuch zur Hand nehmen, das schon in deiner Lernsprache geschrieben ist, oder du nimmst eines in deiner Muttersprache.

Wenn du schon soweit mit deinem Lernen bist, kannst du das Rezept auch in deine Lernsprache übersetzen.

Ich finde es immer besser, wenn das Kochbuch in der Lernsprache ist, denn so habe ich das Gefühl, dass ich dem Land näher bin und auch mehr über das Land erfahren kann. Zusätzlich übe ich natürlich mein Leseverstehen!

Wenn du ein Rezept gefunden hast, geht es an den Einkaufszettel: Schreibe ihn direkt in deiner Lernsprache!

Ist ein Wort dabei, das du nicht weißt, dann schlage es einfach nach. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du nochmal eine Liste mit allem, was du brauchst, in deiner Muttersprache schreiben und sie in deine Tasche stecken – aber nur zur Sicherheit!

(Versteht sich von selbst.)

Jetzt heißt es: Ab in den Supermarkt! Produkte müssen her!

Im Supermarkt angekommen nimmst du den Einkaufszettel, den du in deiner Lernsprache geschrieben hast, und kaufst ein, was darauf steht.

Im äußersten Notfall kannst du natürlich auf den Einkaufszettel in deiner Tasche schauen, bevor du etwas Falsches kaufst.

Wieder zuhause angekommen, ist nun das Wichtigste an der Reihe:

Kochen!

Nimm das Rezept und koche es so, wie es darin steht. Wenn es in deiner Muttersprache ist, kannst du hier nicht mehr viel üben. Dagegen verbesserst du unbewusst deine Sprachkenntnisse, wenn das Rezept in deiner Lernsprache ist.

Du lernst die Zubereitungsarten, also was zum Beispiel „schneiden“ oder „wenden“ heißt und auch die Namen der Zutaten bleiben so besser in deinem Gedächtnis.

Natürlich kann am Anfang einiges schiefgehen, was keinesfalls daran liegt, dass du ein schlechter Koch bist. Vielleicht hast du etwas falsch verstanden oder du hast dich nicht richtig konzentriert!

Aber keine Panik: So lange es schmeckt ist doch alles in Ordnung.

Ein Rezept nach zu kochen bedeutet nicht Perfektion, sondern Spaß am Kochen und danach natürlich auch Spaß am Essen.

Improvisation gehört schließlich zum Leben.

Und noch ein Zusatztipp für Fortgeschrittene (oder für alle, die es werden wollen) …

Wenn du schon ein fortgeschrittener Lerner bist, kannst du während des Kochens noch Musik, ein Hörbuch oder einen Podcast in deiner Lernsprache hören.

Du kannst auch mit dir selbst reden und dir die Arbeitsschritte immer laut vorsagen.

Sei so kreativ wie möglich und versuche aus jedem kleinen Wort das Beste für dich herauszuziehen.

Doch selbst wenn du glaubst mit dem Kochen hat sich alles, hast du dich geirrt.

Denn das Gekochte möchte natürlich auch gegessen werden!

Um dein Meisterwerk nicht alleine essen zu müssen, kannst du Freunde oder deine Lernpartner zum Essen einladen. Vielleicht hast du sogar einen Stammtisch am Start, der gerne zum Probeessen vorbei kommt.

Am besten wäre es natürlich, wenn du auch beim Essen in deiner Lernsprache bleiben und so weiter üben kannst.

Oft bleibt doch die Frage, was eigentlich auf den Tisch kommen soll.

Aber auch hierfür gibt es zahlreiche Lösungen! Hier ist eine kleine Auswahl für dich:

Für Italienischlerner ist am Anfang Pizza oder Pasta aller Art keine schwierige Aufgabe. Aber auch Gnocchi sind nicht sehr aufwendig und schmecken am besten, wenn sie selbstgemacht sind!

Für Französischlerner wird es ein bisschen schwieriger, denn die französische Küche ist UNESCO Weltkulturerbe und ist wirklich eine anspruchsvollere. Aber auch hier habe ich einige Vorschläge für dich: Coq au vin ist nicht so schwer, wie es sich anhört. Und Crêpe oder die salzige Variante davon – Galette – sind lecker und schnell zubereitet!

Für Spanischlerner gibt es eine Menge an Tapas, die leicht sind und gut schmecken. Aber auch eine Paella kann Träume wahr werden lassen. Doch gib nicht auf, wenn es beim ersten Mal nicht gleich klappt. Übung macht den Meister!

Für Englischlerner können die Spezialitäten aus England ein Genuss sein. Dazu gehören unter anderem Sheperd’s Pie, Haggis und Fish ´n chips. Aber auch Amerika hat wunderbare Gerichte wie Burger oder Surf´n´turf.

Und natürlich auf für Deutschlerner gibt es einige Gerichte zur Auswahl. Wie wäre es mit einem Sauerbraten oder einer richtig guten Schweinshaxn?

Ich bin mir sicher, dass du auf jeden Fall ein Gericht finden wirst, was du gerne kochen und es deinen Freunden präsentieren möchtest.

Und wenn du schon etwas geübter im Kochen bist, kannst du auch mehrere Gänge kochen. Zusätzlich zum Hauptgang könnte es eine Vorspeise und einen Nachtisch geben – natürlich auch alles in deiner Lernsprache geplant!

Welches Gericht hast du das letzte Mal gekocht? Wie verbindest du deine Lernsprache mit dem Kochen?

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©Titelbild: Pixabay.com (bearbeitet)

2 Gedanken zu “Die einfache Formel, um auch beim Kochen zu lernen

  1. Da bekommt man ja sofort hunger obwohl man satt ist 🙂
    Sieht echt sehr köstlich aus, habe einige gute Tipps erhalten. Werde dies bald umsetzen und berichten 🙂 Danke für die tollen Tipps.

    • Hallo Sandra,

      das freut mich, dass dir die Tipps gefallen! Ich bin mir sicher, so macht das Kochen gleich noch mehr Spaß und das Lernen natürlich auch!

      Liebe Grüße, Lena

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